Expansion – ein eigenes Bürogebäude muss her

Ab einer bestimmten Betriebsgröße ist der Umzug in ein eigenes Bürogebäude eine sinnvolle Alternative zum Mieten einer Immobilie. Allerdings gibt es eine Anzahl von Aspekten, die vor einer endgültigen Entscheidung berücksichtigt werden müssen, denn die Folgen und die Kosten sind natürlich erheblich.

 

Eine gründliche Planung ist unverzichtbar
Vor einem solch entscheidenden Schritt ist eine längere Planungsphase notwendig, in der zuerst einmal theoretische Überlegungen angestellt werden sollten. Zunächst einmal ist eine genaue Analyse der eigenen Bedürfnisse anzustellen, die unter anderem die angestrebten Ziele, den Raumbedarf, etwaige Erweiterungsmöglichkeiten und notwendige Installationen berücksichtigt. Auch Eigenschaften des Gebäudes sollten Beachtung finden – ist beispielsweise eine hohe Energieeffizienz gewünscht, werden große Hallen für die Fertigung benötigt oder welche Anbindungen an die Infrastruktur existieren oder geschaffen werden können. All diese Faktoren sollten bereits feststehen, bevor die Suche nach einem geeigneten Objekt oder – im Falle eines Neubaus – Grundstück beginnt.

 

Eigene Gebäude sind eine langfristige Kapitalanlage
Obwohl eine Firmenimmobilie zunächst einmal eine höhere Investition bedeutet, ist sie doch im Gegensatz zu einem Mietobjekt eine feste und dauerhafte Anlage. Die Preisentwicklung auf dem Markt und ein eventueller Wiederverkaufswert sind deshalb ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Entscheidend ist jedoch, dass die Kapitalbasis ausreichend groß ist, um sämtliche Investitionen aufbringen und gleichzeitig noch auf eventuelle Schwankungen des Umsatzes reagieren zu können. Oft wird zudem übersehen, dass der Erwerb nur einen Teil – oft sogar nur einen geringeren – der gesamten Kosten ausmacht. Hohe Ausgaben werden auch für Umbauten, neue Arbeitsgeräte, Werbeanlagen und die Einrichtung fällig. Eine genaue Aufstellung ist unter folgendem Ratgeber zu finden.

 

Neue Chancen, neue Möglichkeiten – und neue Risiken
Erfahrungsgemäß werden durch ein eigenes Gebäude auch interne Prozesse neu ausgerichtet. Es bietet eine optimale Gelegenheit für die Optimierung von Abläufen und beeinflusst darüber hinaus auch die Motivation der Mitarbeiter positiv. Allerdings sollten dabei auch andere Umstände berücksichtigt werden – nicht zuletzt der Ausfall von Personal und Arbeitszeit während des Umzugs und der darauf folgenden Umstellung auf eine neue Routine. Die Beeinträchtigungen des gewohnten Alltags können den regulären Betrieb deshalb auf längere Zeit lahmlegen. Auch Betriebskosten müssen neu berechnet und berücksichtigt werden, denn eine eigene Immobilie bedeutet in erster Linie oft zunächst eine Erhöhung der Betriebskosten durch zusätzliche Ausgaben wie Versicherungen und Steuern.

Eine gute Entscheidung braucht Zeit
In jedem Fall benötigt ein Umzug einen längeren Zeitraum. Aus diesem Grund sollte die Planphase nicht übereilt und alle erdenklichen Szenarien vorbereitet werden. Entscheidend sind die langfristigen Bilanzen, die finanziellen Reserven und die Stabilität des Umsatzes – trotz hoher Investitionen ist ein eigenes Gebäude auf die Dauer oft die kostengünstigere Alternative.