Wacker Chemie Aktie kaufen?

Die Aktie des deutschen Chemiekonzerns Wacker aus Burghausen steht nach wie vor unter der Beobachtung vieler Anleger. Derzeit notiert die Aktie bei einem Wert von knapp über 60 Euro. In den letzten Monaten gelang es dem Papier wieder Boden gut zu machen, nachdem ein Absturz aus den bekannten Höhen der letzten Jahren auf knapp über 40 Euro zu verdauen war. Wacker Chemie bietet zahlreiche chemische Lösungen an und zählt gleichzeitig zu den größten Herstellern von Polysilizium, ein Material, dass vor allem für die Herstellung von Solaranlagen, bzw. von Solarpanels verwendet wird. Da in den vergangenen Jahren gerade hier massive Preiseinbrüche zu vermelden waren, erfuhr die Aktie von Wacker Chemie, die in Hochzeiten bei über 160 Euro notierte eine deutliche Abwertung.

 

Handelsstreit mit China belastet

 

Der Handelsstreit mit China trug zudem dazu bei, dass das Papier von Wacker Chemie deutlich abgewertet wurde. Es wurde darüber spekuliert, ob China Gebühren für den Import von Polysilizium aus Deutschland und aus anderen Ländern verlangen würde. Diese Gebühren in Form einer Steuer würden dazu führen, dass vor allem das Spezialunternehmen Wacker Chemie Probleme haben würde, die eigenen Produkte in China zu vertreiben. Gerade die Anlagen von Wacker in China sind gefragt und sorgen dafür, dass der chinesische Markt gut mit Polysilizium versorgt wird. Neben der Auslastung der einzelnen Anlagen von Wacker Chemie trägt natürlich auch der Weltmarktpreis für Polysilizium dazu bei, das sich der Kurs von Wacker entsprechend verändert. Derzeit notieren die entsprechenden Preise besonders niedrig, so dass mit dem Rohmaterial Polysilicium wenig Geld verdient werden kann. In Bezug auf die steigende Nachfrage ist jedoch damit zu rechnen, dass die Preise in Zukunft wieder steigen werden und daher die Aktie derzeit stark in den Focus einiger Analysten gerutscht ist. Entsprechend wurde das Kursziel für Wacker Chemie von vielen Experten bereits auf 70 Euro und mehr nach oben korrigiert. Aus dem Sell vieler Analysten und Bankhäuser ist inzwischen ein Buy oder ein Hold geworden, so dass Anleger sich hier deutlich weniger Sorgen machen müssen.